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Kontakt:

Dr. Regina Schnell

Streiterstr.29

85049 Ingolstadt


Fax: 0841 / 9517877
Email: Schnell-Ingolstadt
@t-online.de

Frauenbund-KDFB

 

KDFB-Logo

 

 

Aus der Satzung

Der Katholische Frauenbund Ingolstadt Mitte ist ein Zweigverein des Diözesanverbandes Eichstätt e.V. des Katholischen Deutschen Frauenbundes KDFB. Als lebendige Glieder der Kirche, in der Frauenbewegung verwurzelt, schließen sich dort Katholische Frauen zusammen, verheiratete und unverheiratete aller Berufe und Altersstufen, dabei praktiziert der KDFB ökomenische Offenheit.

 

 

Ziele und Aufgaben

des Zusammenschlusses sind, Frauen zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und zu ständiger Weiterbildung anzuregen und sie dadurch für eine eigenverantwortliche und zeitgemäße Mitgestaltung in allen Bereichen der Gesellschaft, in Kirche und Staat, in Familie und Beruf zu befähigen.

 

 

Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes sind unter anderem:

Veranstaltungen und Einrichtungen für religiöse, kulturelle und staatsbürgerliche Fragen, Ehe-, Familien- und Lebensfragen, Fragen der allein stehenden und allein erziehenden Frauen, Fragen der berufstätigen Frauen, soziale und karitative Aufgaben

 

 

Herzliche Einladung
Wir Frauen der Pfarreien St.Moritz und Münster treffen uns zu Vorträgen, geselligem Beisammensein, Meditationen, Gebet und vielem anderem mehr. Manchmal freuen wir uns auch wenn unsere Männer uns dabei begleiten. Unsere besonderen Anliegen sind die des Miteinanders in Gesellschaft und Familie, die der Sorge um unser körperliches und seelisches Wohlbefinden, aber auch um das unserer Mitmenschen  hier und in der Mission. Wir pflegen das kirchliche Brauchtum und helfen mit, Feste und Feiern sowie zum Beispiel die Zeiten des Advents und der Fastenzeit im Sinne unseres Glaubens zu begehen. Unser aktuelles rosafarbenes Programm finden Sie im Anschluss oder in der Moritz- und Münsterkirche ausgelegt. Über Ihr Interesse und einen unverbindlichen Besuch bei einer unserer Veranstaltungen würden wir uns sehr freuen!

Gerne sind wir auch zu weiteren Auskünften bereit:
Simona Rottenkolber und Dr. Regina Schnell (Schnell-Ingolstadt@t-online.de)

 

 

Der derzeitige Vorstand

Dr. Regina Schnell, 1. Vorsitzende
Simona Rottenkolber und Maria Rottmüller, weitere Vorsitzende
Maria Lohmeier, Schatzmeisterin
Angela Lang, Schriftführerin
Fanny Geier und Ursula Schmidt, Kassenprüferinnen

 

 

Beisitzerinnen
Hanna und Hedda Kroening
Gabi Meier
Stilla Miller
Maria Schillinger
Cilly Schmaus
Gundi Louise Schneck

  

 
Gründungsgeschichte des Frauenbundes Ingolstadt Stamm1907

(Dr. Regina Schnell im Juni 2009)

Im November des Jahres 1906 traf sich das „vorbereitende Komitee“, um in Ingolstadt einen Katholischen Frauenbund zu gründen. Ihm gehörten an: Die Bundesvorsitzende des deutschen Katholischen Frauenbundes aus Köln, Frau EmilieHopmann, und ihre Generalsekretärin, Frau Isabella Freiin von Carnap, die Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes Frau Ellen Amann aus München und die beiden Ingolstädterinnen, Frau „Postamtsdirektor“ Mayer und Frau „Oberstabsarzt“ Nagel. Und so konnte man im Januar 1907 in der „Ingolstädter Zeitung“ lesen:  

 

 

Aufruf an die verehrlichen Frauen von Ingolstadt! 

Die gegenwärtige Frauenbewegung erfasst immer weitere Kreise. Dringt ja doch die Überzeugung immer weiter vor, dass eine Fülle von Fragen, die die Fraueninteressen aufs Innigste berühren, auf sozialem, charitativem und wissenschaftlichem Gebiet der Lösung  harren… Nur eine Organisation, die die Gesamtheit der Frauenwelt zu einer imponierenden Macht vereinigt, wird auf Erfolge in den weitverzweigten Gebieten der Frauenfrage rechnen können. Von dieser Überzeugung durchdrungen hat sich…teils im katholischen, teils im evangelischen Frauenbunde…bereits eine stattliche Schar von edeldenkenden Frauen in verschiedenen Städten Deutschlands organisiert, um, im Gegensatz zu anderen in religiöser Beziehung mindestens indifferenten Frauenverbänden, auf christlicher Grundlage zu den unabweisbaren Problemen der Frauenbewegung Stellung zu nehmen. Es soll der Versuch gemacht werden, auch die verehrliche Frauenwelt von Ingolstadt in das große Ringen der Zeit einzuführen. Es soll ein Zweigverein des Katholischen Frauenbundes dahier ins Leben gerufen werden. Zu diesem Zweck soll Sonntag, 6. Januar, nachmittags ½ 5 Uhr im Saal des “Weinrestaurants Diepold“  eine öffentliche Versammlung der verehrlichen Frauen unserer Stadt veranstaltet werden. Das unterfertigte Komitee gibt sich die Ehre, die verehrlichen Damen von Ingolstadt, welchen Gesellschaftskreisen sie auch immer angehören mögen, zu zahlreichem Besuche dieser Versammlung höflichst einzuladen.

Unterschrieben: Das vorbereitende Komitee

 

So wurde am Dreikönigstag des Jahres 1907 der „Katholische Frauenbund Ingolstadt Stamm“ gegründet. Zur Ersten Vorsitzenden wählten die hundert Vereinsgründerinnen Frau „Oberstabsarzt“ Nagel. Der Vereinszweck lautete: „Förderung der Frauenbewegung auf allen Gebieten nach katholischen Grundsätzen“.

Da aber diese erste Zusammenkunft nach Ansicht der Veranstalterinnen nicht genügend Resonanz bei den Ingolstädterinnen gefunden hatte, weil nur 100 Frauen(!) Mitglied wurden, startete man gleich 5 Wochen später erneut eine Einladung zu einem öffentlichen Vortrag in der „Ingolstädter Zeitung“mit dem damals bekannten Redner und  Sozialpolitiker P. Benno Auracher O.C., der sprechen sollte „über Ziel, Zweck und Bedeutung des Katholischen Frauenbundes zur Begeisterung der im Bunde Arbeitenden, zur Aufklärung der Zweifelnden und zum Unterricht für alle.“ Auch die „Herren“ waren „angelegentlich“eingeladen.

Pater Auracher formulierte in seiner progammatischen Rede:
„Wir wollen aus Frauen nicht halbe Männer, sondern ganze Frauen machen, die alle guten Eigenschaften des Geistes und des Herzens in die Waagschale legen gegenüber der geistigen Obstruktion, gegenüber dem Unglauben“.

 

 

Zielvorstellungen 1907 – teilweise durchaus noch aktuell

Der neu gegründete Frauenbund Ingolstadt Stamm setzte sich folgende Schwerpunkte:

Erstens: Alle Frauen sind gleich, unabhängig von ihrem gesellschaftlichen Herkommen und Stand - dies war damals noch keine Selbstverständlichkeit.
Gleichheit aller Frauen!

Zweitens: Der Frauenbund unterstützt die Forderungen
- nach einer Berufsausbildung von Mädchen und Frauen
- nach einer Aus- und Weiterbildung der Hausfrau und des damals noch üblichen Hauspersonals
Bildung und Ausbildung für alle Mädchen und Frauen!

Drittens: Es wird ein öffentliches Diskussionsforum geschaffen, das ein Mitspracherecht für Frauen in allen öffentlichen Bereichen und Belangen einmahnt.
Öffentliches Mitspracherecht für Frauen!

Viertens: Das soziale Engagement der Frau für ihre Mitbürger soll öffentlich zum Tragen kommen.
Öffentliche Anerkennung des sozialen Engagements von Frauen!

Fünftens: Das Glaubensleben der Frau und der Familien soll durch Vorträge, Wallfahrten, Messfeiern, Andachten und Gebete Unterstützung finden.
Unterstützung für das Glaubensleben in den Familien!

Sechstens: Mütter finden Hilfen in Erziehungsfragen in weltlicher und religiöser Hinsicht.
Unterstützung in Erziehungsfragen!

Siebentens: Durch Vorträge und Seminare soll den Frauen Wissen und Können aus den verschiedensten Gebieten vermittelt werden.
Weiterbildungsangebote für Frauen!

 

 

Einige aktuelle Projekte und Initiativen

- Das "Marientragen" (Im Advent wird zum Andenken an die Herbergssuche das Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter von Ingolstadt von Haus zu Haus getragen und verbleibt dort eine Nacht zum Gebet.)

- Der monatliche Friedensrosenkranz im Münster

- Der "Krabbelgottesdienst"

- Eine Maiandacht als Bittgang der Frauen und Kinder zum Bildstöckl in der Schütt

- Zwei Mutter und Kind-Gruppen für die Allerkleinsten

- Anfertigen des Altarschmucks an besonderen Festen

- Legen des Blumenteppichs zu Fronleichnam

- Binden der Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt

- Gründung eines "Kreises junger Frauen"

- Spenden in die Mission und in soziale Projekte

- Krankenbesuchsdienste

- Teilnahme und Mitgestaltung des Weltgebetstags der Frauen

- Zusammenarbeit mit Frauen anderer christlicher Bekenntnisse

- Organisation von Altennachmittagen

- Hinzu kommt die ehrenamtliche Mitarbeit von uns Frauenbundfrauen in vielen anderen kirchlichen und öffentlichen Vereinen und Vereinigungen, wie beispielsweise im Sozialdienst katholischer Frauen, im Eine Weltladen...

- Die Tradition der „Osterkonferenzen“ aus den Anfangsjahren des Frauenbundes wurde neu belebt: Man führt ein fünftägiges ganzheitliches Fasten  in der Woche vor dem Palmsonntag durch. Jeder dieser Tage beginnt mit einem Messbesuch, anschließend findet eine Meditation statt, die mit Wohlfühlgymnastik beschlossen wird.

- Im Advent feiert man wieder Rorate-Ämter mit der Jugend und den Pfarrangehörigen  und bereitet anschließend für alle Teilnehmer dieser Frühmessen ein gemeinsames Frühstück im Pfarrheim

Man sorgt für die Belebung des christlichen Brauchtums und verziert Wachsstöcke und Lichtmesslichter. Ebenso wird der Brauch der Segnung eines Johannisweins neu belebt.

- Gern angenommen wird auch wieder die Jahreswallfahrt- jeweils zu einem anderen Wallfahrtsort

(Eine Art zusammenfassender "Rechenschaftsbericht" über die Tätigkeiten des Frauenbundes seit seiner Gründung im Jahre 1907 bis 2003 wurde im Buch "Zeit der Frauen" von Frau Dr. Schnell veröffentlicht)

 

 

Und  mit welchen Anliegen und Themen wie geht es nach mehr als100 Jahren weiter?

Die neuen Aufgaben der Zeit zu erkennen, sah der Frauenbund immer als seine Aufgabe an. Als solche kristallisieren sich in unseren Tagen folgende heraus:

Immer noch und immer wieder ist die Frage nach der Gleichberechtigung und der Gleichwertigkeit der Geschlechter ein Diskussionsthema: Der „Spiegel“ berichtete im Februar 2007 von neueren hirnphysiologischen Untersuchungen, denen zu Folge entgegen bisheriger Ergebnisse der Unterschied zwischen einem weiblichen und einem männlichen Hirn zu vernachlässigen sei. Das Leitthema der Frauenbundzeitung „Engagiert“ vom März 2007 lautet :“Mädchen lernen anders“. Die Fernsehmoderatorin Eva Herman schreibt ein Buch zum Thema „Das Eva-Prinzip für eine neue Weiblichkeit“ und verliert ihren Job als Tagesschausprecherin. Und Frau Professor Gerl-Falkovitz veröffentlicht in „Die Tagespost“ am 6.Februar 2007 einen Artikel zum Thema „Weiblich- oder doch nur Gender?“ 

Schon 1959 forderte Babette Bail, die damalige Vorsitzende des Frauenbundes: „Wir brauchen ein neues Leitbild für die Frau!“ Die Einstellung gegenüber dem Leben und der Familie ist immer wieder zu hinterfragen. „Freiheit ohne Orientierung führt ins Chaos.“ Die Wertediskussionen ist vor dem Hintergrund des Christlichen Glaubens ohne Scheuklappen zu führen

Der Aufbruch in der Kirche, der mit dem Vatikanum II begann, muss weitergehen.

Eine Forderung aus dem „Kölner Anstoß“, der Vom Deutschen Katholischen Frauenbund anlässlich der Hundertjahrfeier 2003 formuliert wurde, lautet. „Wir wollen für Frauen eine gleichberechtigte Teilhabe in unserer Kirche, deren Strukturen bis heute patriarchalisch geprägt sind.“

Das Brauchtum und die kirchlichen Traditionen müssen weiter gepflegt werden, um den Menschen ein geistiges Zuhause zu geben (Rorateämter, Segnung des Johannisweins,“ Von-Haus-zu Haus-Gehen“ der Sternsinger,usw…..)

Angebote für Kinder und Familien in den Pfarreien sind verstärkt anzubieten, wie beispielsweise Krabbel- und Kindergottesdienste; es sind Kinder- und Jugendgruppen aufzubauen , Glaubenswissen, das zunehmend verloren gegangen ist,muss immer wieder in Wort, Schrift und Vorträgen verbreitet werden.

Angesichts der Globalisierung  ist interkonfessionelle und interreligiöse Zusammenarbeit mit anderen Frauengruppen ein Gebot der Stunde ( Weltgebetstag der Christlichen Frauen,Treffen mit ausländischen Frauen im „Cafe` Luna“…), vor allem auch mit Frauen aus dem Islam

Gotteserfahrung und Gottesbegegnung wollen wir durch zeitgemäße Angebote unterstützen und Glaubenswissen verbreiten ( durch Wallfahrten, Andachten, Gebete, Meditationen, Vorträge…)